KLIPPEN UMSCHIFFEN

Wir kennen Sie alle bestens: Begegnungen, private wie geschäftliche, die schon zu Beginn unter einem herausfordernden Stern zu stehen scheinen. Beziehungen, bei denen sich zwischenzeitlich das Gefühl einstellt, man hätte sie besser nie begonnen.

Geschichten, die uns im Leben widerfahren, schwierig anmutende Situationen, die in der Retroperspektive notwendig und sinnvoll waren, um Grenzen zu erkennen, Einsichten und Erkenntnisse zu gewinnen, Veränderungen und Prozesse in Gang zu setzen. Geschichten, die uns auf unserem Lebensweg ein Stück weiter gebracht haben.

Dies kam mir als erstens in den Sinn, als mich die Anfrage von Frau von Grafenstein erreichte, sie suche, anlässlich ihres 10 jährigen Geschäftsgeburtstags, Geschichten, persönliche Erlebnisse, die wir als Kunden mit ihr erlebt oder gar durchlebt hatten. Ich muss gestehen, dass ich im ersten Augenblick dachte, ob sich die Anfrage wirklich an mich richtet, war unser Mandat doch eine wirklich zähe, energieraubende und alles andere als leichte Aufgabe, für die damals noch junge von Grafenstein Immobilien AG. Eine reibungslose Geschäftsbeziehung sieht wohl anders aus und daraus noch eine Jubiläumsgeschichte zu machen, ganz im Stil und ein wenig typisch für den stetigen Einsatz von Frau von Grafenstein.

Es war vor Jahren, als unser Vater verstarb und uns das elterliche Haus hinterliess. Unsere Lebensmittelpunkte lagen weitab von Basel, als Nachkommen hatten wir kein Interesse das Haus zu bewohnen und so beschlossen wir die Liegenschaft zu verkaufen. Von einem Bekannten erhielten wir die Empfehlung der von Grafenstein Immobilien AG und nach diversen Telefonaten, E-Mails und persönlichem Kennenlernen übergaben wir das Verkaufsmandat in die Hände der charmanten jungen Dame.

Wir kannten die örtlichen Marktgegebenheiten und die hiesigen Gebräuche und Gepflogenheiten nicht und hatten zudem einige Unstimmigkeiten in der Erbengemeinschaft zu bewältigen. So folgte ein zeitraubendes, strapaziöses Hin und Her, für alle Involvierten. Es gab Momente, da lagen die Nerven blank und die Geduld und das Vertrauen wurde auf eine harte Probe gestellt. Erschwerend für unsere Vermittlerin kam hinzu, dass langfristige Hypothekarverträge zu übergeben waren, ein Übergabewunsch sehr stark in unseren Köpfen verankert war, genau wie die Höhe des Verkaufspreises. Besichtigungen, Verhandlungen und zahlreiche Gespräche lagen scheinbar hinter uns, als endlich der passende Käufer gefunden, wir uns alle einig waren und der Entwurf des Kaufvertrages vor uns auf dem Tisch lag. Wir lehnten uns entspannt und freudig zurück, doch die Vorfreude hielt nicht lange an. Gewissermassen in letzter Minute kam der Käufer ins Wanken, kurz vor dem Notartermin, der zwei Tage später angesetzt war. Dabei bekamen wir von den erneuten Turbulenzen gar nicht allzu viel mit, Frau von Grafenstein sei Dank hat dann doch noch alles geklappt.

Nach abgeschlossenem Verkauf lud sie uns zu einem versöhnlichen Nachtessen ein. Wir freuten uns, dem erfolgreichen Abschluss den gebührenden Rahmen zu geben und gemeinsam mit Frau von Grafenstein anzustossen; waren wir doch tief beeindruckt von der Hartnäckigkeit, dem konstanten, kreativen und lösungsorientierten Einsatzwillen dieser jungen Dame. Und überdies müssen wir ihr bis heute danken, dass sie uns stets offen, ehrlich und ohne Beschönigungen, auch über jenes was wir gerade vielleicht nicht hören wollten, informiert und auf dem Laufenden gehalten hat. Danke, dass Sie durchgehalten haben, bis der Verkauf erledigt war.

Ohne ihren professionellen, kompetenten Einsatz und die charmante Art, würden wir vermutlich noch heute versuchen unsere Liegenschaft zu verkaufen. Wir erlebten wie ein in unverblümter Authentizität gemachtes Versprechen, trotz aller Widrigkeiten gehalten und unsere Wünsche und Anforderungen bestmöglich umgesetzt wurden.

Grenzen zu erkennen, neue Wege zu finden, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren und aus den Herausforderungen zu lernen. Eine seltene Gabe, die seinesgleichen sucht und wenn ich selbst an meine «harzigen Geschäfte» denke, nehme ich sie mir heute gerne zum Vorbild: denn ist es nicht so, dass wir uns durch unsere Prüfsteine und was wir daraus machen, besonders auszeichnen können.

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